Forschungsprojekt „Wohlbefinden und Gesundheit bei der Arbeit (WuGA)“

Das Thema Arbeitsbelastungen und Gesundheit am Arbeitsplatz finden zunehmend mediale und gesellschaftliche Beachtung. Durch verschiedene Veröffentlichungen, bspw. des „Stressreport Deutschland 2012“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, dem „Fehlzeiten-Report 2014“ (basierend auf 11 Mio. AOK-versicherten Beschäftigten) oder dem „BKK Gesundheitsreport 2014“, wird deutlich, dass Arbeitsbedingungen und Gesundheit eng miteinander verbunden sind. Dabei werden neben körperlichen Erkrankungen vermehrt psychische Erkrankungen in den Blick genommen und als Erklärungen für Krankheitstage und Frühverrentung herangezogen. Der Fehlzeiten-Report zeigt auf, dass Krankheitstage seit 2003 zunehmend häufiger mit psychischen Erkrankungen begründet wurden. Dabei ist zu beachten, dass im Vergleich zu anderen Gründen für Krankheitstage (andere Erkrankungsarten, Verletzungen) psychische Erkrankungen längere Phasen von Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen. Neben den persönlichen Beeinträchtigungen von Gesundheit und Lebensqualität, die jede/r erkrankte Arbeitnehmer/in erleben muss, steigt zunehmend das Bewusstsein für die Kosten, welche die Erkrankungen nach sich ziehen. Für 2013 hat das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin einen Produktionsausfall von 59 Mrd. Euro und einen Ausfall an der Bruttowertschöpfung von 103 Mrd. Euro errechnet. Um den persönlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen psychischer Erkrankungen zu begegnen, müssen Arbeitsbedingungen dahingehend untersucht werden, wie sie sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Nur mit diesem Kenntnisstand ist es möglich, aktiv und präventiv sich für die Gesundheit von Arbeitnehmern/innen einzusetzen.

Trotz der immensen Bedeutung dieses Themas, müssen noch immer theoretische und empirische Defizite festgestellt werden. Insbesondere hinsichtlich der sozialen Arbeitsbedingungen (Qualität der Beziehungen zu Kollegen/innen, soziale Unterstützung, positive und negative soziale Ereignisse) basiert die Forschung hauptsächlich auf einer Vielzahl von Einzelstudien. Dadurch sind nur punktuelle Betrachtungen von Arbeitsbedingungen und Gesundheit möglich. Ob Arbeitsbedingungen tatsächlich einen längerfristigen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben und diese somit tatsächlich verändern, kann durch solche Studien nicht geklärt werden.

In unserem Forschungsprojekt untersuchen wir daher die zeitliche Veränderung von Arbeitsbedingungen und Gesundheit, um Aussagen über zeitlich-kausale Zusammenhänge zwischen sozialen Arbeitsbedingungen und dem Wohlbefinden und der Gesundheit treffen zu können.

 

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